Lappland – ein Wiedersehen, 2019

Nach vielen Jahren Abwesenheit wieder zurück nach Kiruna, nach Lappland.

Den Plan noch einmal nach Lappland zu reisen gab es bereits länger. Aus verschiedenen Gründen sind im Jahr 2019 nur mein Vater und ich nach Lappland geflogen. Nach einem gemeinsamen Trip mit meinem Bruder 2011 und einem weiteren wieder zu dritt 2014.
Nun nur wir beide. Ein alter, wenig fitter Mann und mein Vater.

Der Besuch als Schüler in Lappland, im Jahr 1958 hatte auch meinen Vater geprägt, wenigstens beeindruckt. Denn das Thema ist nie mehr ganz aus seinem Leben verschwunden. Im hohen Alter möchte er noch einmal dorthin, nach Kiruna wo er damals seine Klassenfahrt verbrachte. Also haben wir einen kleinen Rundtripp geplant, vorbei an Orten, an den wir schon waren und hin zu solchen, die wir noch nicht kannten.
Starten sollte das Ganze in Abisko an der STF Fjällstation. Die Anreise haben wir etwas komfortabler geplant als bei unserem ersten Besuch. Mit dem Flugzeug nach Stockholm, von dort weiter nach Kiruna. Hier wartete ein Mietwagen auf uns, mit dem wir den Rest der Anreise nach Abisko hinter uns brachten. Recht spät kamen wir an und richteten uns dann entsprechend notdürftig in einem Mehrbettzimmer mit bereits schlafenden Mitbewohnern ein. Denn am nächsten Tag sollte eine kleine 2-Tages-Wanderung starten.

Am nächsten Morgen haben wir ausgiebig gefrühstückt. Die Auswahl ist riesig und gut gestärkt haben wir dann unsere Sachen für die Wanderung zusammengepackt. Einen kleine Rücksack für meinen Vater. Einen großen Rucksack für mich.
Der Weg startet am offiziellen Eingang zum Kungsleden:

Offizieller Start des Kungsleden an dessen Nordende.

Wir laufen vorbei an Wasserfällen und entlang des reißenden Flusses Abiskojåkka, der sich beindruckend durch die Felsen schlängelt.
Je weiter es geht, desto ruhiger wird er Fluss. Die Landschaft ist eine reine Wonne! Der Herbst hat auch hier für leuchtende Farben und intensive Gerüche gesorgt. Es ist kühl und angenehm zu laufen. Unser Tempo ist moderat, was auch mir sehr entgegen kommt.
Etwa nach der Hälfte Der Strecke haben wir eine kleine Pause gemacht und uns von anderen Wanderern fotografieren lassen.
Es gab heißen Tee und einen kleinen Snack, bevor es dann weiterging.

Der Weg führt weiter entlang des Flusses. Manchmal ganz nah, manchmal auch weiter weg.
Auch wenn es keine nennenswerten Anhöhen oder Steigungen gab, merkte ich die Anstrengung deutlich.
Am späten Nachmittag kamen wir an der Abiskojaure Stuga an und checkten ein. Mein Vater buchte ein Bett in der Hütte, ich schlug mein Zelt auf. Abendessen haben wir uns in einer Küchen-Hütte gemacht und dann gings auch zeitig ins Bett.

Am nächsten Morgen sind wir zum Rückweg aufgebrochen. Ich war gut durchgefroren, da meine Isomatte nachts Luft verlor und ich quasi auf dem Boden lag.
Wir hatten perfektes Wetter. Sonne, kaum Wolken und es war trocken. So sind wir also den Weg zurück nach Abisko marschiert. Gegen Mittag haben wir wieder ein kleines Päuschen gemacht und am Nachmittag waren wir wieder zurück in der Station.

Am nächsten Tag führte uns unsere Planung nach Jokkmokk…

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