Lappland, September 2009

Meine erste Begegnung mit Lappland. Im September 2009.

Als Kind habe ich zum ersten mal von diesem Lappland gehört. Im Sommer scheint durchgehend die Sonne und im Winter ist es bitterkalt. Aber die Landschaft ist traumhaft, weit, grenzenlos und majästetisch.
Mein Vater war als Teenager in Abisko, eine der nördlichsten Ortschaften  Schwedens und Ausgangspunkt für den Kungsleden. Seine Erinnerungen waren es schlussendlich, die uns – das sind mein Vater, mein Bruder und ich, nach Lappland gebracht haben, etwa 50 Jahre, nachdem er selber dort war.
Zuvor hatten wir unser Wanderkondition mit einigen Tagestouren in Süddeutschland trainiert, nicht sehr ausgiebig, aber ausreichend um mit dem notwendigen Selbstvertrauen eine Mehrtagestour auf dem Kungsleden anzugehen.

Unser Startpunkt war die STF-Station Saltoluokta, die am See Langas liegt, unterhalb des Lulep Kierkav. Von hier aus sind wir in 4 Etappen nach Kvikkjokk gwandert, bei traumhaftem, regenfreien Wetter in einem September! Die Natur hatte sich herbstlich in eine Vielfalt von Rot-, Orange- und Gelbtönen verwandelt. Der feuchte Boden roch nach Erde und Laub, die Luft war klar und frisch. Die besten Kulisse für eine Wanderung, die man sich vorstellen kann.
Die Temperaturen waren mit rund 10° ebenfalls angenehm.

Der erste Tag unserer Wanderung startete mit einem ausgiebigen Frühstück, mit tiefschwarzem Kaffee und leckerem Brot mit gesalzener Butter. Ein wunderbares Frühstück in Saltoluokta.
Rücksäcke gepackt und geschultert ging es los, in Richtung erster Etappe. Die fing gleich mit einem Anstieg an, durch einen lichten Wald mit vielen Birken und wunderbaren Farben.
Recht schnell erreichten wir baumfreies Gelände, das den Rest der Etappe so bleiben sollte. Schon nach kurzer Zeit hat man einen wunderbaren Blick auf den Lulep Kierkav und das Massiv Maskostjahkka südlich davon. Dazwischen ist das Tal mit dem See Pietsaure.

In einer Schutzhütte nach etwa 9 km haben wir pausiert, zu Mittag gegessen und sind dann weiter in Richtung Sitojaure nach Süden gegangen. Diese erste Etappe unserer Tour besticht durch die unendliche Weite und Kargheit des Fjälls.
Mit müden Knochen sind wir am Abend an der STF-Hütte angekommen, haben unsere Zelte aufgebaut und den Sonnenuntergang genossen.

Hier zu sehen: Etappe 1, Saltoluokta – Sitojaure