Lappland 2011, Padjelantaleden, 4. Etappe

Am Morgen des letzten Tages profitieren wir von den Annehmlichkeiten der offenen Hütte – unsere vom Vortag klammen Klamotten und Schuhe sind im Trockenraum wieder warm geworden, so können wir gemütlich Kaffee trinken und frühstücken, bevor es wieder losgeht. Das Wetter spielt mit, es ist trocken, wenn auch leicht bewölkt. Nachdem unsere Zelte abgebaut sind, geht es weiter. Unsere letzte Etappe ist leicht zu gehen und verläuft über weich geschwungene Hügel und Felsen, mit kurzen, steilen Anstiegen. Kleine Seen liegen in Senken und scheinen von Landschaftsplanern angelegt zu sein. Immer wieder führt der Weg auch wieder über Holzbohlen, die sind dank des langsam einsetzenden Nieselregens schön schmierig. Kurz bevor wir dann unser Ziel erreichen, lege ich noch einen kleinen Stunt ein und mache eine Rolle vorwärts – schmierige Bohlen. Es ist aber nichts weiter passiert und so erreichen wir reichlich durchweicht unser letztes Ziel, Staloluokta.

Zu Beginn der Wanderung hatten wir uns vorgenommen, an jedem Ziel unsere Zelte aufzuschlagen. Nun ja, wenn man dann schlapp und kalt und nass vor einer offenen Hütte steht, mit Gasheizung und gemütlichen Betten, dann kann es schon sein, dass man ein Vorhaben ändert. Wir haben also in der Hütte übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir ein wenig um die Hütten in Staloluokta geschlendert, begleitet von ein paar Rentieren, zu einer kleinen Katen-Kirche und durch die Landschaft. Herrlich, aber gleichzeitig auch Abschied nehmen.

Für den Rückweg hatten wir einen Helikopterflug gebucht, und der Pilot war etwas zu pünktlich. In der Mittagszeit verlassen wir den Ort in Richtung Ritsem. Unser Tour 2011 ist vorbei. Fast. Wir haben im Anschluss noch zwei Tage in Saltoluokta verbracht. Doch dazu später mehr. Hier noch ein paar Bilder der vierten Etappe.